Oktober 12, 2018

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Bevor wir uns den einzelnen Glücksspielarten widmen, klären wir erst einmal, was Glücksspiel überhaupt ist.

Was ist überhaupt Glücksspiel?

Glücksspiel ist per Definition jedes Spiel, dessen Ausgang vom Zufall abhängt und nicht vom Können des Spielers abhängt.

Welche Glücksspielarten gibt es?

Glücksspielautomaten / Spielotheken
Sportwetten

 

Spielbanken / Casinos
Glücksspiele im Internet

 

 

Lotterien

 

Rubbellose

 

Illegales Glücksspiel

 

 

 

 

Welches Glücksspiel hat das größte Suchtpotential?

Das Suchtpotential der verschiedenen Glücksspiele hängt von einer Reihe von verschiedenen Faktoren ab. Hier spielen vor allem Verfügbarkeit, Spielabfolge, Beinahegewinne, Lichteffekte und Toneffekte eine entscheidende Rolle.

Bei Glücksspielen wie Lotto ist das Suchtpotential deutlich geringer, da hier die Spielabfolge sehr langsam ist. Die Ziehung der Gewinner erfolgt erst Tage später, nachdem ein Lottoschein ausgefüllt und abgegeben wurde. Anders sieht es bei Rubbellosen aus. Nachdem das Rubbellos freigerubbelt wurde, weiß der Spieler unmittelbar, ob er gewonnen hat oder nicht. Trotzdem ist das Suchtpotential auch hier nicht sonderlich hoch. Bei Glücksspielen im Internet ist das Gegenteil der Fall. Die Verfügbarkeit ist sehr hoch und die Spielabfolge ist sehr schnell. Beinahegewinne, Licht- und Toneffekte verstärken das Suchtpotential. Benötigt werden lediglich eine Kreditkarte und ein Internetzugang. Schon verwandelt sich das heimische Wohnzimmer in ein Spielcasino. Beim Onlinepoker spielt das Können des Spielers eine gewisse Rolle. Dieses wird jedoch meist deutlich überschätzt und kann ebenso zu einer Spielsucht führen. Für viele zählt Poker nicht zu den Glücksspielen, da der Ausgang des Spiels zum Teil auch vom Können des Spielers abhängig ist.

Spielbanken bergen ein sehr großes Suchtpotential. Für viele werden Spielbanken mit Prestige und Lifestyle assoziiert. Beispielsweise beim Roulette und beim Blackjack wird der Spieler aktiv mit einbezogen, sodass er ebenfalls den Eindruck erlangt, er könnte den Spielausgang beeinflussen. In Spielbanken gibt es auch das sogenannte „kleine Spiel“. Hierbei handelt es sich um einen räumlich getrennten Bereich, in welchem sich Geldspielautomaten befinden. Das Suchtpotential ist analog zu Spielotheken zu sehen. Da der Geldeinsatz im kleinen Spiel jedoch deutlich höher ist, als in den Spielotheken, ist hier das Risiko deutlich höher, schneller viel Geld zu verlieren. Natürlich spielt auch die Möglichkeit, mehr Geld zu gewinnen, als in Spielotheken, eine sehr große Rolle.

Sportwetten bergen ebenfalls ein sehr großes Suchtpotential. Die Verfügbarkeit ist groß und die Spielabfolge ist schnell. Weiterhin meinen die Nutzer dieser Glücksspielangebote, durch ihr „Fachwissen“ ein Spielergebnis realistisch einschätzen zu können. Der Gang in ein Sportwettenlokal wird häufig auch als soziales Ereignis betrachtet und so die Gefahren verharmlost.

Geldspielautomaten gelten als Glücksspiel mit dem größten Suchtpotential. Die Verfügbarkeit ist sehr groß. Es gibt unzählige Spielotheken, selbst in kleinen Städten mit Einwohnern um die 2000 Menschen. Die Spielabfolge ist sehr schnell. Es erfolgt unmittelbar ein Verlust oder ein Gewinn. Weiter sind die Geldspielautomaten auch mit besonderes Licht- und Toneffekten ausgestattet, die das Suchtpotential vergrößern. Eine häufige Ansammlung von Beinahegewinnen, sollen bei dem Spieler das Gefühl wecken, dass der große Gewinn kurz bevorsteht. Die Spielotheken selbst sind so aufgebaut, dass der Spieler möglichst viel Zeit dort verbringen kann, ohne zu bemerken, wie viel Zeit vergeht. Es gibt meist keine Uhren in Spielotheken und die Räumlichkeiten sind abgedunkelt, sodass kein Tageslicht hereinkommt. Der Spieler weiß so nicht, ob es Tag oder Nacht ist.

Statistische Daten zu Glücksspielsucht 

Die BzGA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) hat eine Studie zum Glücksspielverhalten in Deutschland durchgeführt. Diese ist aus dem Jahr 2017 und somit aktuell. Insgesamt 11.503 Personen wurden telefonisch über ihr Glücksspielverhalten befragt. Befragt wurden Personen, welche 16 bis 70 Jahre alt waren. 75,3 Prozent der Befragten gaben an, bereits Glücksspielerfahrung zu haben. 37,3 Prozent gaben an in den letzten zwölf Monaten mindestens einem Glücksspiel nachgegangen zu sein.

Das klingt nach einer ganz schön großen Menge. Betrachtet man sich jedoch die Zahl der Menschen, die ein pathologisches Glücksspielverhalten entwickelt haben, nämlich 0,31 Prozent, erscheint dies verschwindend gering.

Laut der Studie weisen 0,56 Prozent der Befragten ein wahrscheinlich problematisches Glücksspielverhalten auf. So kommen wir auf insgesamt 0,87 Prozent der Befragten. Das sind knapp 100 Menschen. Rechnet man das auf die Gesamtbevölkerung von Deutschland (etwa 83.000.000) hoch, sind das 722.100 Menschen. Von der Dunkelziffer mal ganz abgesehen, sind das ganz schön viele. Viele der Betroffenen trauen sich nicht, Beratungsstellen aufzusuchen, oder haben sich vielleicht auch noch gar nicht selbst eingestanden, dass sie glücksspielsüchtig sind oder ein problematisches Spielverhalten entwickelt haben. Die tatsächliche Anzahl der Glücksspielsüchtigen in Deutschland dürfte also noch deutlich größer sein.

Als besondere Risikofaktoren werden männliches Geschlecht, Alter bis 25 Jahre, niedriger Bildungsstatus und Migrationshintergrund angeführt. Die höchsten Risiken finden sich beim „kleinen Spiel“ in Spielbanken und bei Onlinecasinos. Eine weitere Studie belegt, dass besonders die Nutzung von Geldspielautomaten, das kleine Spiel in Spielbanken, Sportwetten und Poker das Risiko erhöht, pathologisches Glücksspielverhalten zu entwickeln. Der Studie nach ist das Risiko ein pathologisches Glücksspielverhalten zu entwickeln bei Geldspielautomaten um das 6,3 – fache höher, bei Poker um das 5 – fache, bei Sportwetten um das 4,7 – fache und beim kleinen Spiel um das 4,1 – fache, im Bezug auf andere Glücksspielangebote.

Fakt ist, dass alle oben genannten Glücksspielangebote ein gewisses Suchpotential innehaben. Auf den einen haben Sportwetten eine größere Anziehungskraft, auf den anderen die Geldspielautomaten. Welches Glücksspiel hat für Dich das größte Suchtpotential und warum? Wenn Du wissen willst, was Sucht ist und wie sie entsteht, dann lies meine anderen Beiträge.

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Über den Autor

Moritz Bickelhaupt

Durch seine eigene Spielsucht begann Moritz damit, sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung intensiv auseinanderzusetzen. Zunächst beschränkte sich die Arbeit auf die Spielsuchthilfe, doch mittlerweile widmet sich der Autor dem Thema Lebensglück und wie man es erreichen kann. 

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