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Die Spielersperre

3 Lektionen Easy

Über den Kurs

Die Selbstsperre erfolgt aus eigenem Antrieb. Du hast erkannt, dass Du ein problematisches Spielverhalten entwickelt hast und möchtest Dir die Möglichkeit zu nehmen, dem Glücksspiel nachzugehen.

Diese Form der Spielersperre ist die wichtigste, denn Du hast selbst erkannt, dass Du ein Problem hast und möchtest nun etwas dagegen unternehmen.

Bisher gibt es leider nur in Hessen und Rheinland-Pfalz eine zentrale Sperrdatei. Das bedeutet, dass man sich in einer x-beliebigen Spielothek sperren lässt und dann in der Sperrdatei aufgenommen wird. Diese Sperrdatei wird mittels Ausweiskontrolle überprüft und Du hast zumindest in der Theorie keinen Zugang zur Spielothek. Wünschenswert und absolut sinnvoll wäre eine bundesweite Sperrdatei, die jedoch wenn überhaupt erst in ein paar Jahren eingeführt wird.

Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass sich nicht alle Spielotheken an die vorgeschriebenen Ausweiskontrollen halten. Stammkunden müssen oft keinen Ausweis vorzeigen.

Die Selbstsperre stellt in erster Linie eine mentale Hürde da. Wenn Du Dich also sperren hast lassen, könnte dieser Umstand schon ausreichen, dass Du erst gar nicht dem Suchtdruck nachgibst und Dich auf den Weg in Deine Stammspielothek machst.

Wie genau lässt Du Dich sperren?

Für die Selbstsperre gibt es diverse Vorlagen. Hier findest Du Selbstperren zum Download, für das jeweilige Bundesland.

Grundsätzlich gehören folgende Angaben in die Selbstsperre:

  1. Familienname, Vorname, Geburtsname
  2. Geburtsdatum
  3. Geburtsort
  4. Anschrift
  5. Lichtbilder
  6. Grund der Sperre
  7. Datum des Sperreintrags
  8. meldende Stelle

Dazu würde ich Dir empfehlen, dass Du eine Farbkopie Deines Personalausweises oder Passes hinzufügst. Ganz wichtig ist, dass Du den Sperrantrag unterschreibst.

Den Antrag gibst Du dann entweder persönlich bei Deinen bevorzugten Spielotheken ab oder Du schickst es per Einschreiben. Beim persönlichen Abgeben solltest Du Dir quittieren lassen, dass Du den Antrag abgegeben hast.

Wenn Du Dich nicht imstande fühlst, den Antrag alleine abzugeben, bitte einen Freund, am besten Deinen Suchtbuddy, Dich zu begleiten. Das soll verhindern, dass Du einen Rückzieher machst und am Ende spielen gehst, anstatt Dich sperren zu lassen.

Diese Vorgehensweise kannst Du auch für Spielbanken und Wettbüros übernehmen. Theoretisch hättest Du damit gute Karten, wenn Du trotz gültiger Selbstsperre hereingelassen wurdest und rechtliche Schritte gegen den Betreiber einleiten möchtest. Davon würde ich Dir aber abraten, da Du ja schon genug mit dem Erreichen Deiner Spielfreiheit zu tun hast.

Für online Casinos würde ich Dir empfehlen, direkt Kontakt zum Betreiber aufzunehmen. Meistens gibt es direkt auf der Homepage einen Kontakt, an den Du Dich wenden kannst.

 

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Kurs Struktur

Die Fremdsperre

In dieser Lektion erfährst Du, wie Du eine Fremdsperre für einen spielsüchtigen Angehörigen einrichten kannst.

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