Basiswissen
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Verstehe die Spielsucht

Lektion 1

Was ist Sucht?

Von Sucht wird gesprochen, wenn der Betroffene nicht mehr frei über sein Handeln entscheiden kann. Das gesamte Leben wird durch die Sucht gesteuert und bestimmt. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Kontrollverlust. Der Betroffene verliert also jegliche Kontrolle über sein Handeln.

Am Anfang steht der Suchtdruck. Dieser Druck baut sich nach und nach auf und wird immer stärker. Erst, wenn der Sucht nachgegeben wird, baut sich der Druck wieder ab, baut sich aber genau so schnell wieder auf. So entsteht ein Kreislauf - der Suchtkreislauf.

Was heißt das jetzt genau für Spielsucht und für Deinen Angehörigen?

Dein Angehöriger empfindet leichten Suchtdruck. Dieser kann durch ganz banale Dinge ausgelöst werden. Zum Beispiel ein Streit bei der Arbeit, ein Konflikt im Privaten, eine schlechte Nachricht aber auch genau so Positives. Ein schöner Tag, ein tolles Erlebnis, ein Glücksgefühl über eine gute Leistung etc.

Der Suchtdruck kann sich bei negativen Erlebnissen als Fluchtreflex aber auch bei positiven Erlebnissen als Belohnung äußern. Du siehst, Suchtdruck kann eigentlich aus allen Situationen heraus entstehen. Je nach Stadium Deines Angehörigen kann er oder sie dem Suchtdruck zunächst begegnen und ihn eine Weile ignorieren. Doch der Druck wird immer stärker und das Verlangen, ihm nach zu gehen, immer größer. Erst, wenn dem Druck nachgegangen wird, erfolgt die Befriedigung.

Um kurzfristig gegen den Suchtdruck anzukommen und so langfristig die Spielfreiheit anzugehen, müssen Bewältigungsstrategien entwickelt werden. Darüber erfährst Du mehr in der nächsten Lektion.

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